Integration ist eine Haltung, eine Lebenseinstellung, ein partnerschaftliches Prinzip. Integration sollte aus einem Selbstverständnis heraus geschehen.

Im Folgenden machen wir bewusst keine Unterscheidung zwischen behinderten und nicht-behinderten Kindern. Denn alles gilt für alle Kinder gleichermaßen. Durch Kinder mit Behinderungen muss nur der Rahmen weiter gefasst werden, aber, wie für jedes andere Kind, muss auch hier eine individuelle Lösung gefunden werden.

Kinder erleben und begreifen im Kindergarten gemeinsam ihre Welt. Auf der Basis ihres jeweiligen Entwicklungsstandes machen sie an gleichen Inhalten, Themen und Lerngegenständen unterschiedliche Lernerfahrungen. Durch ihre vielfältigen individuellen Möglichkeiten, die wir fördern wollen, erlernen sie auf spielerischem Wege kooperatives Spielverhalten.

Beobachten und Imitieren spielen beim gemeinsamen Erfahren und Erleben eine wichtige Rolle. Sie erhöhen die Größe der Spielvariationen. Auch durch das unterschiedliche Alter der Kinder wird eine größere Verhaltens-, Erfahrungs- und Lernvielfalt ermöglicht.

Eine ganzheitliche Förderung sozialer Lernprozesse und emotionaler Entwicklung ist eine wichtige Zielsetzung unserer integrativen Erziehungsarbeit.

Gedanken und Sprache stehen eng mit Integration in Verbindung. "Behinderung - behindert - verhindert". Wenn wir von Behinderung sprechen, gehen wir davon aus, dass etwas nicht geht, und das verhindert, dass ein Weg gefunden wird. Sprechen wir von "Anderssein" impliziert das erst einmal Neugierde und Entdeckerfreude. Nichts wird verhindert, es wird versucht, einen Weg zu finden.

Es ist uns ein großes Bedürfnis, unsere Erfahrungen und Erlebnisse durch das Erleben des Andersseins zu erweitern.